ABRAXAS Medienwerkstatt e.V.

Verein für Medien, Kultur und interkulturelle Arbeit

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Linke Bewegung

Januar 18th, 2010 · Keine Kommentare

NO JUSTICE – NO PEACE
BRD 1996, 58 Min.
Ein Film von Audrey Huntley, Iris Lachtrup, Volkard Fritz und Stephan Feifel
QUERBLICK Medien- und Verlagswerkstatt Konstanz

Eine internationale Kampagne setzt sich für das Leben und die Freiheit des in den USA inhaftierten schwarzen Journalisten und ehemaligen Black-Panther Aktivisten Mumia Abu-Jamal ein.
Dieser Film will diese Kampagne dokumentieren und damit auch eine Diskussionsgrundlage für die notwendige Fortsetzung der Mobilisierung schaffen, denn weiterhin ist Mumia Abu-Jamal von der Hinrichtung bedroht.
In verschiedenen Städten – Berlin, Heidelberg, Hamburg, Wiesbaden und Neapel – wurden Interviews geführt, Veranstaltungen aufgezeichnet und Stellungnahmen von AktivistInnen zu Fragen der Motivation, Einschätzung, Kritik und Perspektiven der Kampagne diskutiert. Neben Texten von Mumia Abu-Jamal beinhaltet der Film auch Stellungnahmen von AutorInnen, die hoffen so zu einer starken Mobilisierung für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal beizutragen.

NO ONE IS ILLEGAL
Videoclip
BRD 1998, 10 Min.
Hex TV Köln

“No one is illegal” berichtet über eine Protestaktion kurdischer Flüchtlinge in Köln. Es geht gegen: Abschiebung, Illegalisierung, Kriminalisierung von Migrantinnen und Migranten. Es geht um: gleiches Recht für alle, unabhängig von Papieren und Nationalität.

PROJEKT ARTHUR
Die Gewaltfrage – 1968
BRD 1987, 72 Min.
Medienwerkstatt Freiburg

Ende der 60er Jahre; die Nachkriegsgeneration war angetreten, sich von dem Nazi-Erbe zu befreien, ein Schatten von Revolution liegt über dem Land. Doch es ist der Schatten der Revolution einer anderen – der hungernden, ausgeplünderten und von Bomben zerfetzten Dritten Welt. Und wenn es ein Wort gibt, das alle Diskussionen in dieser Zeit in sich vereint, so ist dies “Vietnam”.
Alles politische Handeln hier steht und fällt jetzt im Kontext der internationalen revolutionären Bewegungen. Dann der Tod von Benno Ohnesorg; der Staat hatte gezeigt, zu welchen Mitteln er greift, wenn eine Bewegung auf ihr Recht, das Recht auf Widerstand pocht. “… bisher haben wir da die richtige Antwort nicht gefunden, wir dürfen aber von vornherein nicht auf eigene Gewalt verzichten, denn das würde nur ein Freibrief für die organisierte Gewalt des Systems bedeuten.” (Rudi Dutschke, Filmzitat)
Eine ganze Bewegung steht vor der Frage der nächsten notwendigen Schritte gegen die Gegenwart der Vergangenheit, und im Bündnis mit dem System war eine wirkliche Demokratie in der Bundesrepublik nicht mehr denkbar. Und während die einen noch diskutieren, haben andere die Frage längst praktisch entschieden.
Sie nannten sich “Haschrebellen” und “Tupamaros Westberlin” und hatten weit entfernt von den Universitäten eine eigene politische Kultur entwickelt, wo einfach klar war, “daß, wenn wir das mit der Solidarität mit der Dritten Welt wirklich ernst meinen, dann müssen wir den Feind hier bekämpfen.” (Norbert Kröcher, Filmzitat)
In Gesprächen mit Zeugen dieser Zeit zieht der Film einen Bogen über die Auseinandersetzungen in der Frage der Mittel zur Durchsetzung der politischen Ziele, der Frage von Gewalt und Gegengewalt – ein Fragment dieser Zeit, für die Diskussion von heute.

Tags: Videoarchiv