ABRAXAS Medienwerkstatt e.V.

Verein für Medien, Kultur und interkulturelle Arbeit

ABRAXAS Medienwerkstatt e.V. header image 2


ABRAXAS Medienwerkstatt und Theodor-Heuss-Schule Marburg in Kooperation

Januar 17th, 2010 · Keine Kommentare

Die Kooperation ist eines von 15 Projekten, die bundesweit von der DKJS (Deutsche Kinder und Jugendstiftung) im Rahmen des Themenateliers gefördert werden. Im Themenatelier des Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ wird die kulturelle Bildung als Leitbild für Ganztagsschulentwicklung bearbeitet. Es fördert dazu innovative Projekte, in denen unterschiedliche Zugänge zu kultureller Bildung beispielhaft umgesetzt werden. Die beteiligten Ganztagsschulen erhalten Fortbildungen und eine unterstützende Prozessbegleitung.

Kinder und Jugendliche entwickeln über gemeinsames kreatives Arbeiten und Erleben mehr Selbstbewusstsein und werden in ihrer Identitätsbildung gefördert. Stattfinden soll eine: Positive Wertung / Widerspiegelung der kulturellen Vielfalt. Kennenlernen der verschiedenen kulturellen Ursprünge; deutscher und internatio-naler Symbolwelten; Entwicklung interkultureller Kommunikationsformen. Die Mehrfachzugehörigkeit soll durch das Bewusstmachen der Kulturenvielfalt ausba-lanciert werden. Ziel sind die Förderung vorhandener Potenziale und Festigung der Identität.

„Komm erzähl uns von dir, denn unser Leben ist bunt“. Unter diesem Motto fand im August 2008 nicht nur das Greenscreen-Casting statt, in dem alle Schüler und Schülerinnen aufgefordert waren ihre Talente und Hobbies vor der Kamera zu präsentieren. Unsere Film-AG trug in den kommenden Wochen auch alles Erzählenswerte für den zweiten Film zusammen. Wir schrieben und produzierten gemeinsam mit unserem Medienpartner „Abraxas“ neue Filmsequenzen, in denen „Wilfried“ von einigen SchülerInnen durch die Schule geführt wird, er die Nachmittagsangebote der Schule kennen lernt und die Film-AG zu deren außerschulischen Unternehmungen z.B. ins Mathematikum in Gießen und in ihren Jugendklub begleitet. Natürlich ist unser Alltag nicht nur von schönen Erlebnissen geprägt. Im Zusammenleben kommt es immer wieder zu Konflikten und die Frage stellte sich, welche Möglichkeiten es gäbe, im Film ohne erhobenen Zeigefinger auf diese Seite des Zusammenlebens einzugehen. Ein Zufall kam uns hier zu Hilfe. Unabhängig von der Arbeit im Filmprojekt sprachen die Schüler/innen im Religionsunterricht über die Weltreligionen. Sie beschäftigten sich mit der sogenannten „Goldenen Regel“ als Weltkulturerbe: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ , die in ähnlichen Formulierungen weltweit zu finden ist, so begeistert, dass sie selbstständig einen Rap dichteten und komponierten. Dieser Rap – gemeinsam überarbeitet und einstudiert – wurde in Bad Homburg zur Präsentation der Arbeit im Projekt „Trialog der Kulturen“ aufgeführt und von den Zuschauern begeistert aufgenommen. Er hielt nun auch Einzug in unser Filmprojekt. Sehr phantasievoll und professionell wurde er durch unseren Medienpartner gemeinsam mit der Filmgruppe in „Szene“ gesetzt und inzwischen von vielen Mitschüler/innen der Schule bewundert. Auch stößt diese filmerische Umsetzung inzwischen außerhalb der Schule auf großes Interesse, was die Schüler/innen natürlich sehr stolz auf ihre Arbeit werden lässt. Unsere Filmarbeit änderte sich im Laufe der Zeit insofern, dass wir viel intensiver auch auf die Frage, was ist eigentlich Kultur, eingegangen sind. Eine Kulturhomepage ist im Entstehen, die durch die Schulgemeinde weiter gefüllt werden wird.

Link zur Deutschen Kinder und Jugendstiftung

Tags: Aktuelles

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare bis jetzt...Trete Sachen weg, die vom Formular runterfallen.

Hinterlasse ein Kommentar